Zukünftige Entwicklung des Alten- und Pflegeheimes Edewecht

Betreff
Zukünftige Entwicklung des Alten- und Pflegeheimes Edewecht
Vorlage
2014/Stab/1562
Aktenzeichen
- To/Dö -
Art
Berichtsvorlage

Sachdarstellung:

In der Folge der in der Vergangenheit aufgetretenen Defizite wurde im September 2013 eine Projektgruppe zur Prüfung der Frage eingerichtet, inwieweit eine Erhöhung der Zahl der Heimplätze die wirtschaftliche Situation verbessern kann und ob in diesem Zusammenhang ein Neubau als Ersatz für die vorhandenen stark sanierungsbedürftigen Gebäude wirtschaftlich vorteilhaft wäre.

 

Im Rahmen dieser Projektarbeit wurden am 11.10.2013 drei Architekturbüros gebeten, orientierende Kostenschätzungen sowohl für eine Sanierung des Altbestandes als auch für einen Ersatzbau zu erstellen. In diesem Zusammenhang wäre im Falle einer Sanierung ein Anbau notwendig, um die Zahl der Bewohnerplätze von derzeit 43 auf 64 zu erhöhen.

 

Da mit einer möglicherweise in Betracht zu ziehenden Erhöhung der Bewohnerplätze die Einstellung weiteren Personals einhergehen würde, wurde im Rahmen einer fiktiven Pflegesatzberechnung versucht, die Auswirkungen der geschätzten Investitionskosten und des zusätzlichen Personal- und Sachaufwandes zu ermitteln.

 

Leider hat sich hierbei herausgestellt, dass aller Voraussicht nach die Errichtung eines Neubaus die bestehenden defizitären Entwicklungen lediglich verringern, aber nicht vollständig beseitigen würde.

 

Insofern stellt sich die Frage, ob weitere Maßnahmen wie z. B. andere Vergütungsstrukturen für neu einzustellende Mitarbeiter oder neue Angebotsformen geprüft werden sollen.

 

Von besonderer Bedeutung wird es für die nächsten Jahre sein, alljährlich Pflegesatzverhandlungen zu führen, um sukzessive die während der Jahre 2000 bis 2009 nicht in die Pflegesätze einzukalkulierenden tariflichen Entgeltsteigerungen „nach und nach aufzuholen“. Hierzu wird Frau Dr. Hacke in der Sitzung nähere Erläuterungen geben.

 

Weitere Prüffelder betreffen die Ambulantisierung der Pflege in Teilen der Einrichtung sowie die Schaffung weiterer Angebote (z. B. betreutes Wohnen).

 

Zu allen Themenbereichen sind bislang keinerlei Entscheidungen im Verwaltungsrat der AöR getroffen worden, weil hierzu umfassende Prüfungen notwendig sind. Gleichwohl soll ein Überblick über den Stand der Diskussionen gegeben werden, um das Potenzial des Alten- und Pflegeheimes Edewecht aufzuzeigen.

 

Auch wenn verschiedene weitere Maßnahmen zu einer Verringerung des Defizites führen können, so ist bereits jetzt absehbar, dass zumindestens in den nächsten Jahren noch mit einer Unterdeckung zu rechnen ist. In diesem Zusammenhang ist die Frage zu stellen, ob und inwieweit Haushaltsmittel der Gemeinde Edewecht benötigt werden. Insofern wären hierzu weitere Beratungen in den gemeindlichen Gremien erforderlich.