Tagesordnungspunkt

TOP Ö 6: Konzepte zur Innenentwicklung für Edewecht und Friedrichsfehn;
Erarbeitung konkreter konzeptioneller Vorschläge zu Maßnahmen der Innenentwicklung in den Betrachtungsräumen

BezeichnungInhalt
Sitzung:20.08.2019   BAU/080/2019 
Vorlage:  2019/FB III/3096 

Beschlussvorschlag:

  1. Der Entwurf des Konzeptes zur Innenentwicklung Edewecht / Friedrichsfehn wird zustimmend zur Kenntnis genommen.
  2. Zur vertiefenden Auseinandersetzung mit den Inhalten des Konzeptes wird durch den Ausschuss bzw. zwei noch zu bildenden Arbeitsgruppe (je eine für Edewecht bzw. Friedrichsfehn) eine Bereisung der Betrachtungsräume erfolgen.
  3. Für die Betrachtungsräume werden zur Vorbereitung der abschließenden Beratungen über das Konzept und die Einleitung von Bauleitplanverfahren auf Grundlage des Konzeptes Bürger-Informationsveranstaltungen durchgeführt.
  4. Auf Grundlage der entwickelten Methodik soll für weitere Siedlungsbereiche ebenfalls die Erarbeitung entsprechender Konzepte zur Innenentwicklung erfolgen. Hierfür sind von der Verwaltung entsprechende Betrachtungsräume zu benennen.

 


Dipl.-Ing. Janssen erläutert anhand der der Beschlussvorlage als Anlage beigefügten Präsentation den erarbeiteten Konzeptentwurf. Er weist insbesondere darauf hin, das Konzept müsse nachbarschaftsverträglich sein und verträgliche Strukturen gewährleisten. Als besonders prüfungsintensiv bewerte er den Aspekt der Ersatzbebauung.

 

Namens der CDU-Fraktion bewertet RH Brunßen das vorgestellte Konzept als Startschuss für weitere intensive Beratungen. Hierfür solle ausreichend Zeit angesetzt werden, um in den nächsten Wochen und Monaten die Einwohnerschaft ausführlich beteiligen und parallel die Ortsgestaltungssatzung umsetzen zu können. Diesen Ausführungen schließt sich RH Vehndel namens der SPD-Fraktion an.

 

RH Eiskamp befürwortet den Beibehalt einer Grundstücksmindestgröße von 500 qm. Erfahrungen zeigten, dass kleinere Grundstücke zu Grenzabstandsproblemen und Engegefühl führten. Dipl.-Ing. Janssen führt hierzu aus, eine zusätzliche Bebauung müsse nicht zwingend mit einer Grundstücksteilung einhergehen und könne daher ggf. ohne die genannten negativen Effekte umgesetzt werden. Dies sei z. B. möglich bei rückwärtiger Bebauung durch Familienangehörige oder beim Bau von Mietwohnungen.

 

Auf RH Erhardts Nachfrage stellt BMin Lausch klar, auch für Edewecht werde das Potenzial einer möglichen Innenentwicklung weiter diskutiert. Die Möglichkeiten seien aber gegenüber Friedrichsfehn deutlich eingeschränkter.

 

RH Kaptein zeigt sich überrascht über die Potenziale in Friedrichsfehn, weist aber darauf hin, Wirkung könne ein Konzept zur Innenverdichtung nur entfalten, wenn die weit überwiegenden privaten GrundstückseigentümerInnen eine zusätzliche Bebauung wollten. Wichtig erscheine in diesem Zusammenhang auch ihm die parallele Fertigstellung der Ortsgestaltungssatzungen.

 

RH Brunßen beantragt, Punkt 1 des Beschlussvorschlages dahin zu ändern, dass der Beschluss zustimmend zur Kenntnis genommen wird und in Punkt 2 jeweils eine Arbeitsgruppe pro Betrachtungsraum vorzusehen. Dieser Antrag wird unterstützt von RH Vehndel.

 

Sodann unterbreitet der Bauausschuss dem Verwaltungsausschuss folgenden geänderten