Umsetzung der nächsten Maßnahmen aus dem Konzept zur Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen für die Gemeindefeuerwehr Edewecht

Betreff
Umsetzung der nächsten Maßnahmen aus dem Konzept zur Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen für die Gemeindefeuerwehr Edewecht
Vorlage
2019/FB II/3112
Aktenzeichen
FB II - 126.01.01 - GR
Art
Berichtsvorlage

Sachdarstellung:

Das Konzept zur Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen für die Gemeindefeuerwehr Edewecht wurde zuletzt mit Stand vom 10.09.2018 beraten und beschlossen. Die als nächstes umzusetzenden Maßnahmen aus dem Konzept wären die Ersatzbeschaffungen für den Rüstwagen (RW) 1 der Ortsfeuerwehr Husbäke, die Beschaffung eines Mannschaftstransportwagens (MTW) für die Ortsfeuerwehr Friedrichsfehn oder Husbäke sowie die Ersatzbeschaffung für das Tanklöschfahrzeug (TLF) der Ortsfeuerwehr Edewecht.

 

Ersatzbeschaffung für den RW 1 der Ortsfeuerwehr Husbäke

Über den nötigen Umfang der Ersatzbeschaffung konnte noch keine Einigkeit erzielt werden. Das Altfahrzeug befindet sich in einem sehr guten Zustand. Zudem sind aufgrund der Einsatzzahlen in der Gemeinde Edewecht keine weiteren Ausstattungen für die technische Hilfeleistung erforderlich. In Absprache mit der Ortsfeuerwehr Husbäke wird aus diesem Grunde die Ersatzbeschaffung vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben. In der Frühjahrssitzung 2020 des Ausschusses wird dann im Zuge der Fortschreibung des Fahrzeugkonzeptes über 2022 hinaus das weitere Vorgehen bezüglich dieser Ersatzbeschaffung besprochen werden.

 

Beschaffung eines MTW für die Ortsfeuerwehr Friedrichsfehn oder Husbäke

Bereits im Jahr 2019 konnten beide Feuerwehren mit einem entsprechenden Gebrauchtfahrzeug ausgestattet werden. Über die Firma Rotte Brandschutztechnik aus Nordkirchen war es möglich, zwei Fahrzeug nach den Wünschen der Ortsfeuerwehren zu erhalten. Dabei wurde der MTW für die Ortsfeuerwehr Husbäke bereits in diesem Jahr gekauft. Es handelt sich dabei um einen Ford Transit Custom mit normalem Radstand. In Absprache mit der Firma Rotte war es dann möglich, ein weiteres Fahrzeug, einen Opel Movano mit langem Radstand, vorerst anzumieten und der Ortsfeuerwehr Friedrichsfehn zur Verfügung zu stellen. Der Kauf des Fahrzeuges wird dann in 2020 erfolgen. Die hierfür erforderlichen Gelder waren ursprünglich schon im Haushalt 2019 eingeplant, wurden aber auf 2020 verschoben. Bei endgültigem Kauf des Fahrzeuges werden die Mietraten seitens der Firma Rotte auf den Fahrzeugpreis angerechnet.

Beide Fahrzeuge wurden durch die Firma Rotte bereits mit Sondersignalanlage und Anhängerkupplung versehen. Der Einbau eines festen Digitalfunkgerätes des Typs Mobile Radio Terminal (MRT) erfolgte für beide Fahrzeuge auf der TZ Ammerland. Zudem wurde das Fahrzeug der Ortsfeuerwehr Husbäke bereits beklebt. Die Beklebung des Fahrzeuges für die Ortsfeuerwehr Friedrichsfehn erfolgt in den nächsten Wochen.

Für das Jahr 2020 ist dann noch die Ausstattung beider Fahrzeuge mit Frontblitzern und einer kleinen feuerwehrtechnischen Beladung vorgesehen. Das Fahrzeug der Ortsfeuerwehr Friedrichsfehn erhält aufgrund der Länge des Fahrzeuges zudem noch eine dritte Kennleuchte im hinteren Bereich des Daches.

 

Ersatzbeschaffung für das TLF 16/25 der Ortsfeuerwehr Edewecht

Mit dem TLF 16/25 verfügt die Ortsfeuerwehr Edewecht aktuell über das größte Tanklöschfahrzeug in der Gemeinde Edewecht. Zudem besitzt es den größten Löschwasservorrat. Laut Fahrzeugkonzept ist das Fahrzeug in 2021 auszutauschen. Aufgrund der schlechten Bausubstanz des Fahrzeuges mussten in den letzten Jahren erhebliche finanzielle Mittel aufgewendet werden, um die Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten. Neben aufwendigen Reparaturen an der Bremsanalage und der Hinterachse mussten vor allem Rostschäden behoben werden. So sind seit 2012 bisher mehr als 25.000,00 € an Instandsetzungskosten angefallen. Seitens der TZ Ammerland wurde nach der letzten Instandsetzung mitgeteilt, dass weitere große Instandsetzungen nicht mehr durch die TZ geleistet werden können.

Durch die steigende Anzahl der Vegetationsbrände und die teilweise schlechte Löschwasserversorgung in einigen Gebieten ist in den nächsten Jahren wieder mehr Fokus auf Fahrzeuge und Technik zur Brandbekämpfung zu legen. Eine Ersatzbeschaffung für das TLF 16/25 sollte somit 2021 durchgeführt werden. Beim Nachfolger soll es sich wiederrum um ein Tanklöschfahrzeug mit großem Löschwasservorrat handeln, welches als Puffer an Einsatzstellen eingesetzt werden kann und zudem über ein gewisses Maß an Sonderlöschtechnik verfügt.

Schon jetzt ist darauf hinzuweisen, dass als Ergänzung hierzu bei den Ersatzbeschaffungen der Tanklöschfahrzeuge in den anderen Feuerwehren auf kleine, wendige und möglichst hochgeländegängige Tanklöschfahrzeuge gesetzt werden sollte. Hier werden zukünftig wieder Unimog-Fahrgestelle das Mittel der Wahl sein, um in Torfabbaugebieten, Moorflächen oder Waldgebieten handlungsfähig zu bleiben.

 

Die Arbeitsgruppe zur Beschaffung des neuen TLF hat sich bereits einige Male unter Beteiligung der Verwaltung getroffen. Es wurden Eckpunkte für das zu beschaffende Fahrzeug festgelegt. Wenn machbar und sinnvoll, soll das Fahrzeug auf einem Straßenfahrgestell aufgebaut werden. Das zu erwartende hohe Eigengewicht des Fahrzeuges lässt auch bei Verwendung eines Allradfahrgestelles kaum die Nutzung auf unbefestigtem Gelände zu. Zudem würde ein Allradfahrgestell das Gewicht weiter erhöhen. Das Fahrzeug soll über eine Mannschaftskabine verfügen, die Platz für eine Besatzung von neun Personen bietet. Als Löschmittelvorrat sollen 5.000 Liter Wasser und 500 Liter Schaummittel mitgeführt werden. Der Einbau einer festen Schaumzumischanlage wird nur optional in Betracht gezogen. Das Fahrzeug soll mit einem festen Dachmonitor (Wasserwerfer) ausgerüstet sein, mit dem eine Brandbekämpfung aus großer Entfernung mit Wasser als auch mit Schaum möglich ist. Die Wurfweite liegt bei ca. 70 m für beide Löschmittel.

Die weitere Beladung des Fahrzeuges orientiert sich an der Norm für ein TLF 4000 und soll nur nach Standard ausgeführt werden.

Die genauen Ergebnisse werden dem Feuerwehrausschuss in der Frühjahrssitzung zur weiteren Beratung vorgelegt. Eine Ausschreibung soll dann in 2020 erfolgen, die Beschaffung und Zahlung in 2021.   

 

 

Anlagen: