TOP Ö 7: Gemeinsamer Bericht der Bürgermeisterin und der Gleichstellungsbeauftragten über die Maßnahmen der Gemeinde Edewecht zur Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern

BM Lausch führt aus, dass es eine rechtliche Verpflichtung zur Umsetzung der Gleichstellung in Niedersachsen gebe. Hierüber habe sie als Hauptverwaltungsbeamtin zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten dem Rat regelmäßig zu berichten. In der Gemeinde Edewecht sei die Gleichstellungsstelle weiterhin hauptamtlich mit 19,5 Wochenstunden besetzt. Zudem verfüge die Gleichstellungsstelle über einen eigenen Etat für Öffentlichkeitsarbeit, Aus- und Fortbildung und sonstige Maßnahmen. Gesetzlich verankert sei die Mitwirkung der Gleichstellungsbeauftragen bei Maßnahmen, die Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frauen und Männer haben. Hierbei stehe nicht mehr die reine Frauenförderung im Vordergrund, sondern vielmehr der grds. Abbau geschlechtsspezifischer Benachteiligungen. Die Personalentwicklung bei der Gemeinde Edewecht sei weiterhin auf einem guten Wege, wie dem vorgelegten schriftlichen Bericht entnommen werden könne. Weiterhin machten die Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Schaffung guter Lebensbedingungen für Familien in Edewecht und gleichstellungsorientierte Maßnahmen in der Jugendpflege einen Teil der Arbeit in der Gleichstellung bei der Gemeinde Edewecht aus.


Sodann übergibt BM Lausch das Wort an GB Borm. Diese geht in ihrem Wortbeitrag zunächst auf den Frauenanteil in kommunalen Gremien ein, der im Landkreis mit rd. 13 % niedersachsenweit am niedrigsten sei. Es sei insofern ein Herausforderung für die Zukunft, Frauen für die politische Arbeit zu gewinnen. Auf der anderen Seite bestünde ein Bedarf, den Anteil an Erziehern in den Kindertagesstätten zu erhöhen; dieser läge im Ammerland bei lediglich 2,8 %. Insofern befasse sich Gleichstellungsarbeit mit dem grds. Abbau geschlechterspezifischer Unterrepräsentanzen und Benachteiligungen. Auch wenn grds. die Sensibilität im Bezug auf Chancengleichheit gestiegen sei, bestehe bspw. ein gesellschaftliches Handlungsfeld in der Umsetzung einer gleichen Bezahlung für gleiche Arbeit. Aus ihrer Sicht seien zudem neue Handlungsbedarfe zu erkennen. Der demographische Wandel werde beispielsweise das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege weiter in den Fokus künftiger Aufgabenfelder rücken.